Metadaten Teil 2

Optimiert eure Metadaten – Teil 2

Die Sichtbarkeit und Auffindbarkeit eures eBooks in den Onlineshops der Buchhändler ist wichtig. Denn wenn die LeserInnen ein Buch weder sehen noch finden, können sie es auch nicht kaufen. Im zweiten Teil unserer Blogreihe gibt es weitere Details, wie ihr eure Metadaten optimieren könnt.


Schlagworte und Keywords

Schlagworte und Keywords gehören zu den wichtigsten Metadaten, denn sie helfen euer Buch besser auffindbar zu machen. Aber wo ist der Unterschied und wer nutzt was?

Schlagworte

Schlagworte dienen als Ordnungsbegriffe in erster Linie dem Buchhandel und sollten auch aus dessen Sicht gedacht werden. Welche Begriffe also braucht die Datenbank der Onlineshops, um euer Buch richtig einzusortieren? Hier könnt ihr z.B. gut Unterkategorien nennen, die unsere Plattform nicht zur Auswahl bietet, oder angeben, dass es ein Sammelband oder ein Kochbuch ist.

Schlagworte gebt ihr in dem entsprechenden Feld auf unserer Plattform ein. Ihr könnt hier bis zu 10 Worte eingeben, nutzt dieses aus! Dabei sollten die wichtigen am Anfang stehen, die weniger wichtigen hinten. Zusammengesetzte Begriffe wie „New York“ schreibt ihr als ein Schlagwort (alles andere ist mäßig sinnvoll).

Da die Shops auch Schlagworte zur Kategorieeinordnung verwenden, achtet darauf, dass diese nicht eurer eigentlichen Genrezuordnung entgegenlaufen. Ihr habt „Romance“ als Hauptkategorie gewählt, aber eure ersten Schlagworte sind „Mord“, „Blut“ und „Geheimnis“? Das verwirrt den Algorithmus nachhaltig und ihr landet unter Umständen in Rubriken, in die ihr gar nicht wollt.

Auf Schlagworte wie eBook, Buch, Roman oder Bestseller solltet ihr übrigens verzichten, denn die bringen genau nichts. 😉

Keywords

Bei Keywords, auch Suchbegriffe genannt, wird hingegen aus der Sicht des suchenden Menschen gedacht. Was könnten potenzielle LeserInnen in die Suchmaske eingeben, um euer Buch zu finden?

Auf unserer Plattform gibt es kein eigenes Feld für Keywords, stattdessen ziehen die Shops hier – naheliegend – Titel, Untertitel und Reihe heran (wie ihr diese optimiert, könnt ihr im ersten Teil dieser Reihe lesen). Zudem werden Klappentext und Vita durchsucht und bei den Ergebnissen berücksichtigt. Überlegt euch also gut, welche Keywords KäuferInnen verwenden könnten, und versucht, diese in euren Klappentext einzubauen.

 

Klappen- und Kurztext

Wir wollen euch hier keine Anleitung für den perfekten Klappentext liefern (dieses würde einen eigenen Blogbeitrag füllen), sondern das Ganze aus Sicht der Metadaten betrachten. Ihr könnt bei uns bis zu 2.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) für euren Klappentext aufwenden. Nutzt diese weise! Führt in kurzen, gut lesbaren Sätzen Protagonisten und den Ort des Geschehens ein, erzeugt Emotionen und weckt mit einem Cliffhanger die Kauflust. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch die eine oder andere Rezension von LeserInnen oder Pressestimme aufgreifen, aber übertreibt es nicht.

Gleichzeitig solltet ihr euch überlegt haben, unter welchen Suchbegriffen euer Buch in den Shops auffindbar sein sollte, und diese in den Klappentext einbauen, wo es euch möglich ist.

Der Kurztext mit maximal 350 Zeichen (inkl. Leerzeichen) wird von einigen Shops für die mobile Ansicht verwendet. Dieses Feld ist keine Pflicht, aber wenn ihr euer Buch kurz und knapp anteasern wollt (und könnt 😉), solltet ihr es ausfüllen.

 

Altersangabe

Die Altersangabe ist auf unserer Plattform freiwillig, wenn es sich nicht um explizit pornografische Titel handelt – diese benötige den Hinweis „ab 18“. Ist euer Buch eher ein erotischer Liebesroman, solltet ihr „ab 16“ wählen. Zum einen wissen eure LeserInnen dann, dass es durchaus heiß hergehen kann, gleichzeitig ordnen die Shops eure Titel aber nicht auf den oft weniger sichtbaren „Pornoplätzen“ ein.

Bei Kinderbüchern sollten ihr auf jeden Fall eine Altersangabe für eure entsprechende Zielgruppe angeben, da dieses oft entscheidend für den Kauf ist.

 

Genre

Wer bin ich?

Wenn es aussieht wie eine Ente, läuft wie eine Ente und quakt wie eine Ente… dann sollte es kein Elefant sein. Wenn euer Buch also heißt wie ein Thriller, aussieht wie ein Thriller und einen Klappentext hat wie ein Thriller… sollte es sich nicht als Liebesgeschichte entpuppen. Denn stimmen Lesererwartung und Buchrealität nicht überein, kann euch das schnell eine schlechte Bewertung einbringen.
Stellt euch daher nach Fertigstellung eures Buches einfach noch einmal die Frage: Ist das Buch wirklich das geworden, was ich am Anfang im Sinn hatte? Oder ist beim Schreiben aus der Romanze vielleicht doch ein Krimi geworden? Lasst euch hier Feedback von TestleserInnen und LektorInnen geben und schaut auch regelmäßig in die Rezensionen, die ihr erhalten habt.

Und wo will ich hin?

Ihr könnt auf unserer Plattform eine Hauptkategorie und diverse Unterkategorien wählen. Ist euer Buch ein Genre-Crossing, wählt jenes Genre als Hauptkategorie, in dem ihr eher gefunden werden wollt.

Achtet außerdem darauf, dass sich Haupt- und Unterkategorien sowie die Schlagworte (siehe Blogbeitrag Teil 1) nicht widersprechen. Euer Hauptgenre ist „Romance“, aber eure Schlagworte sind „Mord“, „Blut“ und „Spannung“? Hier kann es schnell passieren, dass ein Shopalgorithmus überfordert ist und euer Buch einfach erstmal gar keiner Kategorie oder einer von euch nicht gewünschten zuordnet.

Es gibt auf dem Buchmarkt unzählige Genre. Dass wir nicht alle davon zur Auswahl anbieten, habt ihr vielleicht schon gemerkt. Das liegt zum einen an der Übersichtlichkeit, zum anderen daran, dass nicht alle Shops überhaupt alle Kategorien haben. Hier musste also ein „kleinster gemeinsamer Nenner“ her.

Gehört euer Buch zu einer Kategorie, die ihr bei uns nicht auswählen könnt, gebt diese als Schlagwort an. So besteht die Möglichkeit, dass ihr in den Shops trotzdem im Genre eurer Wahl landet.

 

 


Es gibt also zahlreiche Möglichkeiten, wie ihr mit ein paar einfachen Handgriffen die Metadaten eurer eBooks vervollständigen, verbessern und optimieren könnt. Nutzt dieses, um euer Buch besser sichtbar und auffindbar zu machen.

Scheut auch nicht davor, eure Metadaten anzupassen und zu verändern, wenn sie nicht den gewünschten Effekt bringen. Manchmal muss man ein wenig ausprobieren und Geduld mitbringen, aber dann kann man viel erreichen. 🙂

 

Martina Raschke
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