Autor des Monats: Torsten Weitze

Anlässlich des Phantastischen Septembers haben wir unserem Autor des Monats, Torsten Weitze, einige Frage rund um das Autorenleben eines Fantasy-Autors gestellt. Lest im Interview mehr über die Faszination Fantasy, welche Eigenschaften ein guter Fantasy-Roman haben sollte und inwiefern eine Ausbildung zum Verlagskaufmann die Arbeit als Schriftsteller beeinflusst.


Dein erstes Buch war ein Fantasy-Roman. Gab es für dich einen besonderen Moment, der dich zum Schreiben brachte?

Die Idee, zu schreiben, war eigentlich schon sehr lange in meinem Kopf verankert. Bereits mit achtzehn Jahren schrieb ich die ersten Zeilen zu „Ahren“, die jedoch durch einen Datencrash meiner Festplatte zerstört wurden. Es brauchte zweiundzwanzig Jahre und eine tiefe berufliche Krise, um jenen latenten Wunsch, eine eigene Geschichte zu kreieren, wieder zu konstruktivem Leben zu erwecken.

Kaum begann ich erneut mit dem Schreiben, fühlte ich mich in meiner Haut wohler, ein Gefühl, das ich sehr selten kannte. Ich fühlte mich „zuhause“.

 

Was fasziniert dich besonders am Genre Fantasy?

Fantasy zu schreiben bedeutet, innerhalb der Grenzen der eigenen Vorstellungskraft vollkommen frei zu sein und Bilder zu weben, die mit ihren Metaphern den Leser auf einer vollkommen anderen Ebene erreichen können als andere Genre, von Science-Fiction einmal abgesehen. Dadurch kann man sich vielen der großen Fragen des Lebens aus einem ganz anderen Blickwinkel nähern. Es ist, als würde man unendlich oft sagen können: „Was wäre, wenn…?“

 

Was macht für dich ein guter Fantasy-Roman aus? Was muss dieser für Eigenschaften haben, dass du die Geschichte richtig gut und spannend findest?

Für mich muss er vor allem inspirieren. Die Charaktere müssen dicht gewebt sein und die erschaffene Welt voller Eigenheiten stecken, die vertraut und doch fremd sind. Fantasy ist die Kunst, das Wunderliche mit dem Normalen auf harmonische Weise zu verbinden.

 

Könntest du dir vorstellen, neben Fantasy auch ein Buch in einem anderen Genre zu schreiben und was würde dich daran besonders reizen?

Ich habe ein Konzept für eine Science-Fiction-Serie im Kopf, die ich unbedingt schreiben will. Leider hat der Tag nur vierundzwanzig Stunden und so wird es noch eine Weile dauern, bis ich mich dieser speziellen Idee widmen kann. Vielleicht, wenn die Nebula-Convicto-Reihe beendet ist. Ich habe festgestellt, dass mir das Schreiben zweier Reihen parallel zueinander sehr gut tut, wenn sie sich deutlich unterscheiden, so wie die traditionelle Fantasy bei der Paladin-Reihe und der Urban-Fantasy-Stil von Grayson Steels magischen Ermittlungen.

 

Gibt es auch ein Genre, an das du dich gar nicht herantraust? Und wenn ja, warum?

Liebesromane. *lacht* Ja, ich weiß, diese Aussage ist ein Klischee! Romantik findet sich auch in meinen Büchern wieder, aber sie ist ein Nebenprodukt der Hauthandlung und nicht deren Triebfeder. Ich würde wahrscheinlich grandios versagen, wenn ich mich daran versuchen sollte. Obwohl ich ein, zwei mögliche Fantasy Reihen im Kopf habe, bei denen die Liebe eine bedeutsamere Rolle spielt.

 

Du bist gelernter Verlagskaufmann. Beeinflusst dich auf irgendeine Weise deine Ausbildung beim Schreiben oder bei deiner jetzigen Tätigkeit als Autor?

Zuerst war meine Ausbildung eher hinderlich. Ich kannte durch sie die durchschnittlichen Chancen, als Autor im traditionellen Verlagsgewerbe erfolgreich Fuß zu fassen. Je nach Genre kann man da besser Lotto spielen. Umso surrealer war es, als ich wenige Monate nach meinem ersten Roman Vollzeit-Autor wurde – vor allem dank des Selfpublishings.

 

Warum hast du dich für tolino media entschieden?

Hier kommt dann doch wieder der Verlagskaufmann ins Spiel. *lacht*Ich wollte eine breite Aufstellung meiner Werke in möglichst vielen Bereich des deutschen Marktes. Diese Strategie verfolge ich immer noch. Tolino media hat sich hier als Partner mit exzellenter Kommunikationsstruktur gegenüber seinen Autoren erwiesen.

Weitere Informationen zum Autor Torsten Weitze findet ihr auf Instagram, Facebook oder seiner Website.

Unsere Autorin des Monats August: Mila Summers

Autorin des Monats: Mila Summers

Katrin Fleischmann

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