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Autorin des Monats: Lillith Korn

Schreiben kann Vieles sein. Freude, Frust, Liebe oder der Weg aus einer Sackgasse. Für die Autorin Lillith Korn bedeutet Schreiben genau das. Wie sich mit einem Funken in einer dunklen Zeit Romane und Kurzgeschichten ihren Weg ans Licht bahnten, erzählt uns die Autorin des Monats Juli im Interview.


Du bist auf eine etwas ungewöhnliche Art zum Schreiben gekommen. Magst du uns dazu etwas mehr erzählen?

Gerne erzähle ich davon. 🙂

Zwar mochte ich Literatur schon immer gern, hätte mir aber niemals zugetraut, selbst ein Buch zu schreiben. Das war höchstens ein weit entfernter Traum … (Bücher anderer Autor*innen verschlingen hat hingegen einwandfrei funktioniert. 🙂 2014 oder 2015 hatte ich dann ein ziemliches Depressionstief. Ich fand eigentlich alles sinnlos. Andererseits war ich nie eine, die aufgibt. Wenigstens einen Tag, so dachte ich mir, kann ich es ja noch probieren. Und so lebte ich von Tag zu Tag, trotz allem immer neugierig, ob der nächste irgendetwas Gutes bringen würde. Aber wohin mit dem Frust, mit den Gedanken? Auf irgendeine Seelsorge-Hotline hatte ich keine Lust. Also schrieb ich kurzerhand eine Kleinanzeige auf ebay-Kleinanzeigen mit dem Titel „Suche: Sinn des Lebens“ und machte mir dort Luft. Leider habe ich den Text nicht mehr (ich hätte auch nie gedacht, dass er mal von Bedeutung sein würde), aber er war so, wie ich auch sonst oft drauf bin: lustig, ironisch und gleichzeitig depressiv.

Wie die Menschen so sind, kamen verschiedenste Antworten. Einige schrieben: „Bring dich doch einfach um“, einige boten Hilfe und Gespräche an oder erzählten aus ihrem Leben – und zwei Leute schrieben mir, dass der Text total gut sei. Ob ich nicht mal überlegt hätte, generell zu schreiben?
Das brachte mich ins Grübeln. Ja, daran hatte ich schon mal gedacht. Aber … ich meine …ich? Das schaffe ich doch nie! Oder?

Und dann ging es los. Ich habe mich hineingestürzt wie eine Wilde, recherchiert und begonnen zu schreiben. 2015 hielt ich voller Stolz mein erstes Buch, „Better Life“, in der Hand.
Jetzt haben wir 2021 und ich möchte die Gelegenheit direkt nutzen, um allen mit ähnlichen Problemen zu sagen: Gebt nicht auf, es kann besser werden. Hätte mir einer damals gesagt:
„2021 hast du 7 Bücher veröffentlicht, eine kleine Tochter geboren, einen Mann, der dich unterstützt, arbeitest für verschiedene Verlage und bekommst dein Leben auf die Reihe …“ Ich hätte gelacht und es nicht geglaubt. Aber es ist wirklich so passiert. Happy End. 🙂

Mit „Shadowcross“ kommt gerade deine umfangreiche Kurzgeschichtenreihe in den Handel. Hast du die Reihe von Anfang an als solche konzipiert und geplottet? Oder hat es sich „so ergeben“?

Ich liebe Serien – und deswegen wollte ich selbst mal eine Reihe schreiben, die ähnlich wie eine TV-Serie funktioniert. „Shadowcross“ war also von Anfang an als Serie geplant.

Was fällt dir leichter zu schreiben: Kurzgeschichten oder Romane? Wo liegen für dich die unterschiedlichen Herausforderungen und Schwierigkeiten?

Da musste ich jetzt einen Moment drüber nachdenken.  Ich glaube, es kommt ein bisschen auf die Situation an. Wenn ich insgesamt wenig Zeit habe, ist eine Kurzgeschichte manchmal gar nicht schlecht, denn ich finde es motivierend, in kurzer Zeit ein Ergebnis, also ein kleines Erfolgserlebnis zu haben. Aber eine Kurzgeschichte ist eben genau das: kurz. Sie bietet kaum Platz für tiefe Charaktere oder einen ausführlichen Weltenbau beispielsweise. Es ist irgendwie beflügelnder, einen „richtigen“ Roman zu schreiben. Und wenn ich vorher ausgiebig plotte, fällt mir das vielleicht sogar ein bisschen leichter als eine Kurzgeschichte. Weil nicht jedes Mal alles neu erfunden werden muss, sondern ich in einer Welt, die ich gern mag und erdacht habe, länger verweilen kann.

Ein Serienroman hingegen, wie „Shadowcross“, ist von der Arbeit sogar eher intensiver als ein „normaler“ Roman; weil noch mehr einzelne Fäden am Ende zusammengeführt werden müssen bzw. die Balance zwischen Cliffhangern und Aha-Momenten stimmen sollte.
Na gut, ich habe zugegebenermaßen etwas drumherum geredet. Ich würde sagen, grundsätzlich fällt mir ein Einzelroman am leichtesten.

Warum hast du dich für tolino media entschieden?

Ich habe zuerst mal einen kleinen „Test“ durchgeführt, da ich meine E-Books vorher exklusiv über Amazons KDP angeboten habe. Ich wollte wissen: Verkaufe ich genauso viel oder sogar mehr, wenn ich mein Buch auch bei Thalia und Co. anbiete? Wie ist der Service und Kontakt? Wie (un-)kompliziert ist das Einstellen der Bücher und welche Optionen habe ich dabei?
Alles bekommt von mir die volle Punktzahl bei tolino media. (Die Schleimspur ist extra gekühlt, weil es gerade so warm wird.)

Für mich hat tolino media große Vorteile gegenüber anderen Anbietern. Zum einen ist da der supernette Kontakt, der für mich bereits einen wesentlichen Unterschied macht. Ich spreche mit Menschen, nicht (gefühlt) mit Maschinen. Mir wurde bisher immer schnell und kompetent geholfen, wenn ich ein Anliegen hatte. Es gibt keinerlei Knebelverträge und keinen Zwang zur Exklusivität. Die Sichtbarkeit scheint auch gut zu sein und ein riesengroßer Vorteil ist, dass das Team sogar nach allen Kräften Werbung für ihre Autoren bzw. deren Bücher macht. Ich bin da rundum zufrieden und fühle mich wohl.

Weitere Informationen zur Autorin des Monats Juli Lillith Korn findet ihr auf ihrer Homepage, Instagram oder Facebook.

Unserin Autorin des Monats Juni: Amalia Zeichnerin

 

Autorin des Monats: Amalia Zeichnerin

Laura Kühbauch
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