Autor des Monats: Marcus Ehrhardt

Unser Autor des Monats Marcus Ehrhardt ist ein USA-Fan und schreibt aufregende Thriller. Wir fragen ihn, wie es ihm dabei ergeht und woher er seine Inspiration nimmt.


Du sagst, dass du Sympathien für die USA hast. Warst du schon einmal dort um, dir Inspiration für deine Thriller zu holen?

Leider nein, aber ich hoffe, dass es sich in den nächsten Jahren ergeben wird. Mir würde eine zweimonatige Tour durch die Staaten am besten gefallen. Idealerweise mit einem Wohnmobil, damit man Übernachtungen in Motels aus dem Weg gehen kann. Bates lässt grüßen.

 

In deiner Vita erwähnst du, dass du über Nacht auf die Idee gekommen bist zu Schreiben. Welches Ereignis hat dich dazu bewegt mit dem Schreiben anzufangen?

Dazu muss ich etwas ausholen. Anders als viele Kolleginnen und Kollegen, die, glaubt man ihren Erzählungen, schon mit einem Stift in der Hand oder einer Schreibmaschine vor dem Bauch auf die Welt gekommen sind, hatte ich in meiner Kindheit, Jugend und anfänglichen Erwachsenenzeit kein Bedürfnis danach, Geschichten zu erzählen. Abgesehen von einem Versuch, einen Krimi zu schreiben, den ich mit elf oder zwölf Jahren nach einer DIN A 4-Seite entnervt aufgegeben habe.

Ich fühlte mich immer ganz wohl auf der anderen Seite des Einbands. Also als Leser. In dieser Funktion habe ich früher sehr viel gelesen. Alles von King, Koontz, Grisham oder Tom Clancy habe ich geradezu verschlungen. Dazu noch etliche weitere Krimis und Thriller. Gern mit einem mystischen Touch, ansonsten hatten es mir Gerichts- und Medizinthriller wie beispielsweise die „Dismas Hardy“-Reihe von John T. Lescroart besonders angetan. Dann allerdings folgten viele Jahre, in denen ich vielleicht ein oder zwei Bücher geschafft habe, da ich entweder dabei eingeschlafen bin oder gleich dem TV den Vorzug gegeben hatte. Zusätzlich entdeckte ich irgendwann das Onlinespiel „Clash of Clans“ für mich, das ich schon bedenklich exzessiv gezockt hatte.

Nach zwei Jahren hatte ich allerdings die Nase voll davon und brauchte Ablenkung. Dazu schenkte mir meine Freundin drei Monate das „Kindle Unlimted Abo“. So kam ich zu meinem ersten E-Book. Als Einstieg las ich die „Abnormen“-Trilogie meines Namensvetters Marcus Sarkey. Die Story gefiel mir ganz gut, aber irgendwie war ich danach nicht zufrieden. Da sagte ich am Frühstückstisch zu meiner Freundin, dass ich jetzt selbst ein Buch schreiben würde. Sie lachte mich fast aus und sagte etwas wie: »Klar, du schreibst ein Buch.«

An sich war es als Scherz gemeint gewesen, aber ich fühlte mich doch etwas an meiner Ehre gepackt und beschloss, meinen Worten Taten folgen zu lassen. Ein paar Stunden später hatte ich ein Déjà-vu. Ich saß vor etwa einer Seite meiner Story und fragte mich, warum ich mir das überhaupt antat. Doch statt aufzugeben, wie ich es als Jugendlicher getan hatte, biss ich mich durch und schrieb mich geradezu in einen kleinen Rausch. Mit der Konsequenz, dass nach elf Tagen die Rohfassung meines späteren Debüts „Fremde Angst – Burns Creek fertig geschrieben war. Allerdings schaffte ich dieses Kunststück bei keinem der darauf folgenden fast 20 Titeln.

 

Es ist manchmal kompliziert den Überblick bei Reihen zu behalten. Hattest du Schwierigkeiten dabei, deine „Mordsee-“ Reihe zu schreiben?

Nein, dabei hatte ich keine Schwierigkeiten. Im Gegenteil, ich glaube, den Überblick bei einer Reihe kann ich besser behalten als bei einem Einzeltitel. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass man als Autor einer Reihe nach so vielen Folgen damit verwoben, selbst zu einem Teil geworden ist. Bei den sogenannten Standalones erschafft man doch jedes Mal ein komplett neues Szenario mit komplett anderen Protagonistinnen und Protagonisten.

 

Warum hast du dich für tolino media entschieden?

Im Jahr 2018 hatte ich bereits einen Versuch bei tolino media unternommen, den ich allerdings nach wenigen Monaten aufgegeben und wieder exklusiv zu Amazon gewechselt hatte. Woran genau es gelegen hatte, weiß ich nicht mehr, aber ich war insgesamt unzufrieden mit den Ergebnissen.

Später unternahm ich einen neuen Start bei tolino media, der von Anfang an besser lief als der vorherige. Mittlerweile habe ich alle Titel auch bei tolino media und lasse eine Neuveröffentlichung lediglich für drei Monate exklusiv bei Big A, damit ich die Kindle-Unlimted-Kunden erreichen kann. Was mir bei tolino media gefällt, sind die regelmäßigen Promotionplätze bei den verschiedenen Shops und der persönliche Umgang mit dem Support. Auf einer Messe lernte ich Martina und Daniel (letzterer ist leider nicht mehr im Team) kennen und auch Laura hatte ich dort zumindest gesehen. Dieses Treffen bestärkte mich nachhaltig darin, mit der Zusammenarbeit die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Vielmehr muss ich euch vom Team einen Dank aussprechen, dass ihr es mit mir aushaltet, denn ich kann auch ganz schön nervig werden, wenn etwas nicht nach meiner Nase läuft.

Weitere Informationen zu Marcus Ehrhardt  findet ihr auf Facebook.

 

Unsere Autoren des Monats im März: Ben Bertram und Kerry Greine

 

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Shanice Moore
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